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Profil Kulturelle Bildung an der Wilhelm-Raabe-Schule

 

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Auch im neuen Schuljahr 2017/18 bleibt die WRS Partnerschule im Programm „Kreativpotentiale Bremen". Nun wird aus dem Projekt tatsächlich ein festes Profil. Ab dann haben die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen die Möglichkeit das „Kulturprofil" als zweistündiges Fach anzuwählen. Dabei findet der Unterricht projektorientiert statt und die Kinder arbeiten in verschiedenen Bereichen der Fächer Musik und Darstellendes Spiel. Geplant sind zum Beispiel Gedichtverklanglichungen zu Weihnachten, Chorarbeit und natürlich darf auch eine kleine Theaterinszenierung nicht fehlen.

 

Kulturprojekt "Mit den Leben tanzen "

Am 14. März 2017 fand unsere große Projektpräsentation in der Aula statt. Die Nordsee-Zeitung war dabei und hat über die Präsentation des Kulturprojektes berichtet - hier geht es zum Artikel.

 

Seit fast zwei Jahren ist die Wilhelm-Raabe-Schule ausgewählte Schule im Programm „Kreativpotentiale Bremen". Am 14. März 2017 findet nun unsere große Projektpräsentation in der Aula statt. Die Nordsee-Zeitung war bei den letzten Proben und hat über das Projekt berichtet - hier geht es zum Artikel und zur Fotostrecke.

 

Kultur als Haltung, Auftrag & Botschaft an der Wilhelm-Raabe-Schule

 

Seit eineinhalb Jahren gibt es das „Kulturprojekt“ an unserer Schule, gebunden an den jetzigen Jahrgang 8 und thematisch ausgehend vom Konzept der Gewaltfreien Kommunikation. In vier Gruppen arbeiten die Schülerinnen und Schüler daran, im März 2017 ein Musical aufzuführen, zu dem sie die Handlung selbst erdacht haben, die Texte für die Schauspieler selbst geschrieben haben, die Musik eingespielt und die Tanzeinlagen choreografiert und einstudiert haben. Parallel dazu gestaltet eine Gruppe bildender Künstler Bilder, Skulpturen und Plastiken (Tier-Keramiken), die in einer begleitenden, themengebundenen  Ausstellung präsentiert werden.

Die Größe des Vorhabens und die Bindung an einen Schülerjahrgang konnten den Eindruck entstehen lassen, es handele sich hier um ein einmaliges Exklusivprojekt, in das lediglich Kolleginnen, Kollegen und externe Kräfte (Künstler) der musischen Fachrichtungen eingebunden seien.

 

Dies kann und soll in den folgenden Jahren verändert werden. Unsere Unterstützer/innen und Koordinator/innen von „Kreativpotentiale Bremen“ möchten mit uns als Schule insgesamt einen Entwicklungsprozess in Gang bringen, der Kultur als stets sichtbare Selbstverständlichkeit in unserem Schulleben und in den Inhalten aller Fächer etabliert. Statt gelegentlich großer Einzelvorhaben wird kulturelle Bildung zu einem steten Anliegen und Bestandteil des Markenkerns unserer Schule und umgesetzt in überschaubaren Projekten mit fest terminierten Präsentationen. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen auf diese Weise fast „nebenbei“ das Präsentieren eigener Leistungen und erfahren so eine selbstverständliche Wertschätzung, Stärkung und Lobkultur. Wir knüpfen damit auch an die Geschichte der WRS an, die einmal ein Gymnasium humanistischer Prägung war.

 

Kultur, im humanistischen Sinne Herzens- und Menschenbildung, entwickelt unsere Schule. Kultur ist hier Quell und Ergebnis zugleich: Durch kulturelles Arbeiten entwickeln wir eine neue Schulkultur, eine Kultur des wertschätzenden Umgangs miteinander, innerhalb des Kollegiums und der Schülerschaft. Dies kann natürlich nur gelingen, wenn es nicht ein exklusives Betätigungsfeld der musischen Fächer bleibt.

 

Deshalb biete ich, gewissermaßen als erstes sichtbares Objekt dieser Idee, zu Beginn des kommenden Schuljahres einen „Kulturbrunnen“ an. Dieser „Brunnen“ ist eine Mitmach-Installation, die die Kunstgruppe des Jahrgangs 8 zurzeit anfertigt. Ein Brunnen ist sinnbildlich ein Ort der Quelle und des Sammelns zugleich. Etwas ist im Fluss, man kann daraus schöpfen und sich erfrischen. Man bewahrt etwas Kostbares, Lebensnotwendiges darin. Man trifft sich dort, kommt ins Gespräch, knüpft Kontakte.

Wir gemeinsam, Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen (und vielleicht auch Eltern) können diesen Brunnen mit Leben füllen, zum Sprudeln bringen und daraus bei Bedarf schöpfen, indem "Wassertropfen" hinzugefügt oder "abgezapft" werden.

Diese "Wassertropfen" sind Kärtchen, die mit Gedanken, Wünschen und Ideen zum Thema Kulturelle Bildung beschriftet werden. Ich werde dazu verschiedene Leitfragen formulieren und dafür sorgen, dass die Kärtchen verteilt und eingesammelt werden.

In regelmäßigen Abständen wird die Installation damit "aufgefüllt" und ist so ein sich stets erneuerndes Kunstwerk, das kulturelles Denken und Arbeiten an unserer Schule sichtbar und nutzbar macht und Lehrerschaft und Schülerschaft auf besondere Weise miteinander in Verbindung bringt.

 

Anita Tobias

Februar 2017

 

Entwicklung eines Kulturprofils an der Wilhelm-Raabe-Schule - wie kam es dazu

 

In Bremerhaven lebt fast jedes 3. Kind unterhalb der Armutsgrenze. Die Familien sind von der hohen Arbeitslosigkeit geprägt. Hieraus lässt sich ein hoher Anteil von bildungsfernen Kindern ableiten, die Bremerhavener Schulen besuchen. Im Schulalltag spiegelt sich dies in fehlender Eigensteuerung und Eigenmotivation wider. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen eine Schule, die es ihnen ermöglicht, positiv zu lernen und die ihnen Chancen für eine erfolgreiche Lebensplanung anbietet, um kulturelle Barrieren zu überwinden. Die Entwicklung eines Kulturprofils an unserer Schule ist genau deshalb von besonderem Wert und hat eine hohe Priorität in unserem Entwicklungsprozess.

Unsere Schule liegt im Herzen von Geestemünde und befindet sich in einer Neuorientierungsphase in ihrem Entwicklungsverlauf. Unser Leitmotto für die Oberschule lautet: "Gemeinsam sind wir besser". Wir verfolgen den Leitgedanken der Leistungsorientierung mit dem Ziel, jeden Schüler nach seinen Fähigkeiten zu fordern und somit zu fördern. Wir streben es an, unser jahrelanges Steckenpferd der künstlerischen und ästhetischen Bildung wiederzubeleben, auszubauen und zu schärfen: Denn kulturelle Bildung dient der Entfaltung kreativer Potentiale und ermöglicht eine ressourcenorientierte Identitätsentwicklung durch die Förderung der Selbst- und Sozialkompetenz, welche das Fundament zum Erwerb von Sachkompetenz bietet. Sie eröffnet ebenfalls die Möglichkeit einer höheren gesellschaftlichen Teilhabe und trägt zur Entwicklung von kulturellem Kapital bei, um zu höherem ökonomischen Kapitel und somit einer besseren gesellschaftlichen Stellung gelangen zu können. Langfristig streben wir die Entwicklung einer lernenden Organisation an, mit dem Ziel, lebenslanges Lernen in dem Mittelpunkt zu stellen, um mit den gegebenen Voraussetzung zu einem Treibhaus für Bildungschancen zu wachsen, in dem wir voneinander und miteinander Lernen. Ein weiteres Ziel ist es, unsere Schule zum Stadtteil zu öffnen und unsere räumlichen und technischen Ressourcen mit kulturellen Leben zu füllen.

Das Projekt zur Entfaltung und Schärfung unseres kulturellen Profils (Kreativ Potentiale Bremen) wird im laufenden Schuljahr im Jahrgang 7 angeboten und durchgeführt. Aus diesem Jahrgang haben Schüler im letzten Schuljahr einen Antrag für ein Tanz-, Theater- oder Musicalprofil gestellt und freuen sich nun, an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen. In diesem Jahrgang sind sowohl der Koordinator des musisch-gestalterischen Profils, als auch die Fachberaterin für Schulentwicklung tätig, sie kennen die SchülerInnen und begleiten das Projekt mit Freude und Herz. Zudem gibt es eine sehr engagierte, offene Kunstlehrerin, aufgeschlossene KlassenlehrerInnen und weitere, dem Projekt zugewandte KollegInnen.

Wir wollen den "bildungsfernen" Kindern im Wahlpflichtbereich, der parallel zu der 2. Fremdsprache stattfindet, ein kulturelles Programm anbieten, was in zwei Projektwochen pro Schuljahr vertieft und ausgebaut werden kann, um am Ende des Schuljahres eine gelungene Abendvorstellung präsentieren zu können. Denkbar wäre eine Verknüpfung mit unserer jährlichen Lobkulturveranstaltung.

Wir möchten das Kulturformat „Tanz-Musik-Theater (Musical)" in unsere Profilentwicklung integrieren: Hierzu möchten wir unsere Kooperation mit dem Stadttheater Bremerhaven vertiefen und die Zusammenarbeit (auf Honorarbasis) mit einer Theaterpädagogin (Eva Danner) und einer Tanzpädagogin (Anke Middelberg) gerne ausbauen. Langfristig schwebt uns die Vision der Einführung von Kulturprofilklassen und/ oder Jahrgangs- und Schulübergreifenden Projekten vor Augen. Eine Implementierung des kulturellen Profils in unserem Schulprogramm ist in Vorbereitung.

 

 

Bisherige Schritte:

  • Teilnahme an der Kick-off-Veranstaltung "Kreativpotentiale Bremen", am 2. März 2015, Theater Bremen
  • Teilnahme an der mehrtätigen Fortbildungsreihe "Entwicklungslabor Kreativpotentiale Bremen" I (22.04.2015) , II (18-20.06.2015) und III (23.09.15)
  • Hospitationen: GSO- Bremen, Besuch und enger Kontakt Gesamtschule Marburg-Richtsberg
  • Geplante Hospitation in einer Kulturschule in Hamburg
  • Erste Fortbildung "Einführung in die gewaltfreie Kommunikation" im Jahrgangsteam von Henning Heidrich
  • Durchführung eines dreitätigen Sozialtrainings auf GFK-Basis für Schüler im gesamten 7. Jahrgang
  • Durchführung einer Kollegiumsfortbildung im Oktober (Teil 1) (06.10.15)
  • Durchführung einer GFK-Fortbildung für das gesamte Kollegium im November (Teil 2) (03.11.15)
  • "Entwicklungslabor Kreativpotentiale Bremen" IV (09.02.2016)

 

Imke Böök, Ferhat Bouhaddi

 

               

 

                                                                                                                                                                                                                                             

 

 

                                                   

                                                                                                       

 

Impressionen aus den verschiedenen Projekt-Werkstätten: Durch einen Klick gelangen Sie zur jeweiligen Werkstatt

Kunst     Theater     Musik     Medien     Tanz     Schreibwerkstatt

 

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